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Brutstätten für Legionellen
Brutstätten für Legionellen
Wo und warum kommt es in Wasserversorgungssystemen zur lebensbedrohlichen Erhöhung der Legionellen - Kontamination?

Generell muss man davon ausgehen, dass herkömmliche Wasserversorgungsanlagen lediglich mit einem Wasserfilter ausgestattet sind, der nur dazu dient, Schmutzpartikel aus dem Wasser zu entfernen. In manchen Fällen werden die Anlagen noch mit physikalischen oder chemischen Geräten bzw. Dosieranlagen ausgestattet, die entweder die Härte des Wassers verändern oder den Kalkgehalt reduzieren sollen.

Obwohl es in den entsprechenden Gesetzen und Vorschriften klar verankert ist, kümmert sich jedoch praktisch kaum ein Anlagenbetreiber um die Beschaffenheit seines Wassers im Bezug auf Keime und Bakterien (Ausnahme Schwimmbäder). Somit können bei fast allen Anlagen Legionellen und natürlich auch andere, gesundheitsgefährdende Bakterien, ungehindert in die Systeme gelangen.

Sind die Legionellen in einer gewissen Konzentration einmal in einer Anlage vorhanden, so ist es, mit den herkömmlichen Systemen, praktisch unmöglich, eine explosionsartige Vermehrung zu verhindern. Da sich Legionellen bei Temperaturen von 25°C bis 55°C besonders wohlfühlen, stellen die Warmwasserbereiter (Speicher, Boiler) einen sehr großen Risikofaktor dar. Besonders gefährlich sind große Speicher, die nicht gleichmäßig durchströmt sind und die in dem erwähnten Temperaturbereich betrieben werden.

Da höhere Temperaturen unwirtschaftlich sind und ab ca. 60°C auch die Kalkausfällung stark zunimmt, werden bekannter maßen praktisch alle Warmwasserbereiter in diesem kritischen Temperaturbereich betrieben. Das Risiko, dass die Kontamination durch Legionellen in einer Anlage den gesundheitsgefährdenden Wert übersteigt, nimmt mit der Verweilzeit des Wassers in der Anlage rapide zu.

Im Extremfall kann die Ausgangskonzentration von 1 KBE (Kolonien bildende Einheit) pro 100 ml in nur 20 Stunden auf 1000 KBE ansteigen. Dies bedeutet, dass man alles unternehmen muss, um lange Verweilzeiten zu verhindern. Es muss also konsequent darauf geachtet werden, dass sich in einer Anlage keine Leitungen befinden, die kaum oder praktisch überhaupt nicht durchströmt werden.

Gerade bei Zu-und Umbauten wird auf diese Tatsache oft kein Augenmerk gelegt und es entstehen auf diese Weise herrliche Brutstätten für Legionellen, die im Nachhinein meist nur sehr schwer zu orten und auch zu entfernen sind.


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