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Tod durch Legionellen: Ermittlung gegen Klinik

(Marburg, 30.07.03) Im Klinikum Frankfurt (Oder) sind bis gestern nachmittag zwei Frauen an der Legionärskrankheit gestorben.


Drei weitere Senioren haben sich infiziert und werden derzeit mit Antibiotika behandelt, wie das Brandenburger Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Offenbar hatten sich die Krankheitserreger über das Warmwassersystem des Bettenhauses ausgebreitet, das erst im vergangenen Jahr eröffnet worden war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auf Grund einer anonymen Anzeige sogar wegen sechs weiterer Todesfälle.

Die Legionellose, umgangssprachlich als Legionärskrankheit bezeichnet, ist eine durch bestimmte Bakterien (Legionella pneumophila) hervorgerufene schwere Form einer Lungenentzündung, die bei älteren und immungeschwächten Menschen zum Tod führen kann. Legionellen gelangen mit winzigen Tröpfchen (Aerosolen) kontaminierten Wassers in den menschlichen Organismus, etwa in Duschen oder Klimaanlagen, sind aber nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Nach Angaben des Berliner Robert Koch-Institutes (RKI) vermehren sich die Erreger bei Temperaturen zwischen 20 und 45 Grad besonders stark. Wird die Erkrankung nicht behandelt, endet sie in 15 bis 20 Prozent aller Fälle tödlich, vor allem bei geschwächten Patienten.

Laut RKI sind im vergangenen Jahr insgesamt 413 Infektionen offiziell gemeldet worden. Nach Schätzungen des Institutes werden aber nur ein bis fünf Prozent der Legionärskrankheitsfälle diagnostiziert. Meist wird die Erkrankung für eine "normale" Lungenentzündung gehalten. Beschrieben wurde die Legionärskrankheit erstmals 1976 durch zahlreiche Erkrankungen bei einem Treffen von Kriegsveteranen in einem Hotel in Philadelphia (USA). Diese Fälle gaben der Krankheit auch ihren Namen.


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