SWISS LAB - WATER HYGIENIC LABORATORIES, Legionella Pneumophila, Legionellen, Legionärskrankheit, Wasser, Wasserhygiene, Wasserleitungen, Boiler


Gattung

Die Familie der Legionellaceae umfasst nur die Gattung Legionella. Zurzeit kennt man 42 Arten und 64 Serotypen. Legionella pneumophila ist für die Mehrheit der menschlichen Erkrankungen verantwortlich.

Je nach Region sind zwischen 70 und 90% der Fälle von Legionellose auf die Serogruppe 1 (Legionella pneumophila sg1 oder Lp1).

Andere Arten, allerdings sehr viel seltener vorkommend, sind (in alphabetischer Ordnung): L. anisa, L. bozemanii, L. cincinnatiensis, L. dumoffii, L. feeleii, L. gormanii, L. jordanis, L. longbeachae, L. micdadei (Pittsburgh Pneumonia Agent), L. oakridgensis, L. parisiensis, L. tucsonensis und noch
weitere.

Die Legionellen haben die Fähigkeit, sich innerhalb von frei lebenden Amöben zu vermehren (Acanthamoeba, Naegleria, Echinamoeba, Hartmannella, Tetrahymena) sowie in gewissen Ciliaten und sie benützen andere Mikroorganismen als Quelle für Enzyme und Nährstoffe.

Legionellen sind Umweltkeime (ubiquitäre Saprophyten), die sich in natürlichen und künstlichen Feuchtzonen entwickeln.

Die Kontamination von Trinkwasser-Leitungsnetzen mit Legionellen geschieht sehr wahrscheinlich auf dem Umweg über Protozoen, deren Vermehrung durch den Biofilm gefördert wird.

Versteckt in den Zysten von Amöben (die Zysten sind widerstandsfähige Dauerfor-men der Amöben) können die Legionellen grosse Schwankungen bezüglich Temperatur und Säuregrad ertragen, sie können bioziden Substanzen widerstehen und sich so auch über grosse Distanzen ausbreiten.

Diese Tatsachen erklären die Vermehrungsfähigkeit der Legionellen in natürlicher Umgebung, im Gegensatz zu den Schwierigkeiten mit Laborkulturen, und auch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Desinfektionsmassnahmen.


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